GCJZ Hochtaunus siteheader

Gesellschaft CJZ Hochtaunus e.V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hochtaunus e.V.
Bleibiskopfstraße 68
61440 Oberursel

Fon 06171 / 3774

E-Mail angelika.rieber@t-online.de
Homepage www.gcjz-hochtaunus.de

Rettet wenigstens die Kinder. Lebenswege von geretteten Kindern und Schicksale ihrer deportierten Angehörigen

Lesung mit Angelika Rieber
Zum Gedenktag für die Opfer des Holocaust

23. Januar 2020

Gymnasium Oberursel - 19.30 Uhr
Zeppelinstraße, Oberursel


Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreit. Nur wenige überlebten den Horror der Lager. Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus möchten wir mit einer Lesung an eine außergewöhnliche Rettungsaktion erinnern. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurden etwa 20.000 jüdische Kinder aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei mit Kindertransporten unter anderem nach Großbritannien, Frankreich und Holland gebracht und somit gerettet. Die Mehrzahl der Angehörigen dieser Kinder wurde deportiert und ermordet.

Ein Team von sieben Autorinnen hat zahlreiche Biographien von Kindertransportkindern und die Schicksale der Angehörigen erforscht, aufgeschrieben und in dem Buch „Rettet wenigstens die Kinder“ zusammengestellt. Anschaulich zeigen diese Lebensgeschichten, wie sich die Politik der Nationalsozialisten auf das Leben der Kinder auswirkte und wie die erzwungene Flucht aus Deutschland und die meist endgültige Trennung von den Angehörigen ihr weiteres Leben prägte.

Einige Spuren der geretteten Kinder führen auch nach Oberursel. Die Mutter von Felix Weil, der im Sommer 1939 mit einem Kindertransport nach England fliehen konnte, war eine geborene Herzfeld. Die Familie Herzfeld war im 19. Jahrhundert in Oberursel fest verwurzelt. Die Eltern von Felix Weil und seine Schwester Henny konnten nicht mehr gerettet werden. Elisabeth und ihr Bruder Ludwig Calvelli-Adorno konnten im Juni 1939 mit einem Kindertransport nach England fliehen und kehrten in den 50er Jahren wieder nach Deutschland zurück. Die Geschwister zogen nach Oberursel, wo Elisabeth Reinhuber jahrzehntelang in der Kommunalpolitik aktiv war.

In Zusammenarbeit mit Kunstgriff, dem KFSO, der Initiative Opferdenkmal und dem VFOS